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03/20

Dieser Monat war wahrscheinlich für die meisten von uns eine enorme Herausfoderung. Obwohl sich das Unheil ja schon seit Wochen abgezeichnet hatte, haben viele die Gefahr erst im März auch endlich wahrgenommen. Und plötzlich wurden wir mit der knallharten Realität konfrontiert. Jeder hat wahrscheinlich seine Art gefunden, damit umzugehen. Unsere „Höher-Schneller-Weiter“ Mentalität, fliegt uns gerade so richtig um die Ohren.

Die Zwangspause war dringend nötig. Zu lange haben wir einfach geglaubt, dass es einfach immer so weitergehen wird. Wir haben Ressourcen verschwendet und dem Konsum gefröhnt. Dabei haben wir vergessen, dass wir, die Menschen, nur Gäste oder besser, Spielfiguren sind. Die Welt form uns und nicht umgekehrt. Das hier ist so etwas wie ein „Final Warning“. Wir können jetzt lernen zu verstehen, dass jede Handlung ein wirken mit sich bringt. Das wir mit mehr Bedacht handeln, Demut und Wertschätzung lernen, für den Wohlstand den wir haben. Das uns das streben nach immer mehr Materialismus nämlich nirgends hinführt.

Die Welt kann jetzt für einen kurzen Moment durchatmen. Wir auch. Wir sollten diese Zeit nutzen um nach der Krise nicht die selben Fehler zu begehen und in gleiche Muster zu verfallen. Ich nutze die Zeit für neuen Input, Weiterbildung, Sprachen lernen.

Natürlich vergesse ich an dieser Stelle nicht, dass viele von uns um ihre Existenz bangen müssen. Und all die arbeitenden Menschen, die jetzt für uns da sind. Die auch vorher schon da waren, aber für viele eher unsichtbar.

Es ist okay, dass wir uns gerade unsere Köpfe zerbrechen und Angst haben. Aber dabei dürfen wir nicht vergessen, dass es trotzdem auch noch schöne Dinge gibt. Alles hat zwei Seiten. Dieses Mantra habe ich schon lange verinnerlicht. Es hilft dabei, den Blickwinkel manchmal zu ändern. Ich hoffe sehr, dass wir jetzt endlich verstanden haben, wie zerbrechlich Dinge, die Welt und wir sind.

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